Bundesrat setzt auf solare Freiflächenanlagen

Der Verein Solarregion Berlin-Brandenburg, ein Netzwerk aus 14 Unternehmen und Institutionen der Photovoltaik (PV)-Branche in der Hauptstadtregion, begrüßt laut eigener Angabe die Forderung des Bundesrates nach einer weiterhin stabilen Absenkung der Förderung für PV-Anlagen. Zugleich begrüßt sie den Vorschlag der Bundesländer, Freiflächenanlagen auf ertragsschwachem Ackerboden und Grünlandflächen wieder zu fördern.

01. Juli 2011

Erst kürzlich wurde bekannt, dass aufgrund des geringen Zubaus von PV-Anlagen in den Referenzmonaten März bis Mai die für den 1. Juli geplante Förderabsenkung ausgesetzt wird. Gleichzeitig stellt sich die Solarregion Berlin-Brandenburg nach eigener Angabe hinter den Vorschlag der Bundesländer, Freiflächenanlagen auf ertragsschwachem Ackerboden und Grünlandflächen wieder zu fördern. Gerade in einem Agrarland wie Brandenburg könnten sich damit neue Perspektiven für die Landwirtschaft ergeben: Denn durch die temporäre Nutzung von Agrarflächen mit rückbaufähigen Solaranlagen werde dauerhafter Flächenverlust vermieden, der der heimischen Landwirtschaft zu schaffen mache.

»Um einen frühen Ausstieg aus der Atomkraft zu humanen Preisen gewährleisten zu können, muss der konsequente Zubau an Solaranlagen durch die Bundesregierung vorangetrieben werden. Das kann nur bei einer Förderung auf stabilen Niveau gelingen«, so Thoralf Schapke, Geschäftsführer der Solarregion. »Unser Netzwerk setzt sich unter anderem für eine Nutzung unbelasteter ertragsschwacher Freiflächen für die Photovoltaik ein. Im Zuge des Atomausstieges bis zum Jahr 2022 sollte der Zubau in solchen Gebieten stärker gefördert werden. Daher unterstützen wir den Wunsch des Bundesrates, das aktuelle Erneuerbare Energien Gesetz im Hinblick auf Photovoltaik-Freiflächenanlagen anzupassen«, so Schapke weiter.