Bei der Paul Hettich GmbH & Co. in Kirchlengern wurde ein solches
BHKW wie ein Notstromaggregat an das Stromnetz angebunden. Es
übernimmt bei Netzausfall unverzüglich den Netzersatzbetrieb für
die Sprinkleranlagen. Doch die Anlage liefert nicht nur Strom: Die
vom BHKW zusätzlich erzeugte Wärme dient der Gebäudeheizung. Selbst
im Sommer benötigt Hettich Wärme für die Produktionsanlagen. Daraus
resultiert eine hohe Nutzungsdauer. Das wirkt sich positiv auf die
Wirtschaftlichkeit des BHKWs aus, denn die Dimensionierung des
BHKW-Moduls wird zum einen durch den maximalen elektrischen Bedarf
der notstromberechtigten Verbraucher, zum anderen durch den
ganzjährigen Grundwärmebedarf bestimmt. Bei Hettich ist von einer
Laufzeit von 7.500 Stunden pro Jahr auszugehen. Kurzzeitige Spitzen
des Wärmebedarfs gleicht ein Heizwasserspeicher aus, der vom BHKW
aufgeladen wird.