dena entwickelt Sanierungsfahrplan für Bundesgebäude

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) den Auftrag erhalten, mit ihr gemeinsam den Sanierungsfahrplan für die Liegenschaften des Bundes zu erarbeiten. Dieser soll festlegen, mit welchen Maßnahmen die Bundesgebäude ihren Wärmebedarf bis 2020 um 20 % senken und bis 2050 nahezu klimaneutral werden.

02. März 2012

Dafür werde eine umfassende Datengrundlage geschaffen, in der die Daten zu Energieverbräuchen und -kosten, CO2-Emissionen, Flächen und ihrer Nutzung zusammengestellt und ausgewertet werden. Man entwickle daraus ein Bewertungssystem, mit dem die Liegenschaften nach ihren Einsparpotenzialen und wirtschaftlichen Aspekten priorisiert werden. Die Analyse des gesamten Gebäudepools zeige dann, welche Liegenschaften saniert werden müssen und welche Maßnahmen und Investitionen dafür notwendig sind. Als Instrument zur Finanzierung wird auch Contracting geprüft, so die dena. Der Sanierungsfahrplan soll bis 2013 fertiggestellt werden. Ein Detailplan zeige die bis 2015 umzusetzenden Maßnahmen, ein grober Übersichtsplan mit Meilensteinen und Zwischenzielen weise den Weg bis 2050.

Die dena hatte die öffentliche Ausschreibung als Bestbieter gewonnen. Die BImA ist Eigentümerin und Betreiberin von mehr als 4.700 zivilen und militärischen Bundesliegenschaften. Zu den Gebäuden zählen beispielsweise die Bundesämter, Forschungseinrichtungen und die Standorte der Bundespolizei. Öffentliche Gebäude sollen nach den Plänen der Bundesregierung bei der Verbesserung der Energieeffizienz eine Vorbildfunktion erfüllen.