dena-Studie: Märkte für Energieeffizienz statt Verpflichtungssysteme

Eine neue Studie der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsberatungsunternehmen frontier economics zeigt, dass der bisherige marktorientierte Ansatz für Deutschland effizienter ist als ein neues Verpflichtungssystem.

04. Februar 2013

Der marktorientierte Ansatz garantiert laut Studie eine höhere Effektivität, insbesondere wegen der höheren Flexibilität und schnellen Anpassbarkeit des Instrumentenmixes, der deutlich höheren Passgenauigkeit der individuellen Energieeffizienzmaßnahmen und wegen seiner Dauerhaftigkeit. Denn die Energieverbraucher würden die Investitionen in Energieeffizienz aus eigenem Interesse umsetzen und nicht von Dritten verordnet bekommen. Darüber hinaus sorge die Marktorientierung für eine größere Gerechtigkeit bei der Verteilung von Kosten und Nutzen, da hier die Investitionen im Wesentlichen von den Energieverbrauchern getragen werden, die später auch von den sinkenden Energiekosten profitieren.

Besonders die Verpflichtungssysteme in Dänemark, Frankreich, Italien und Großbritannien hätten keinen signifikanten Beitrag zur Senkung des realen Endenergieverbrauchs leisten können. Der marktorientierte Ansatz in Deutschland müsse weiterentwickelt werden, denn es gäbe noch erhebliche wirtschaftliche Potenziale. Bis 2020 könnten gegenüber 2008 etwa 15 % Endenergie eingespart werden. Das größte Sparpotenzial existiert im Bereich Wärme und Brennstoffe, gefolgt von Kraftstoffen sowie Strom, so die Studie.

Die Studie steht hier zur Verfügung.