Der nächste Winter kommt bestimmt

Fernwärme als Teil der Kraft-Wärme-Kopplung erlebt bundesweit einen Aufschwung. Jetzt begann in Frankfurt am Main eine neue Ära der städtischen Wärmeversorgung. Mehrere Anlagen sind an ein Verbundnetz angeschlossen.

14. August 2017

Dafür wurden die Mainova-Heizkraftwerke Messe, West und Niederrad sowie das Müllheizkraftwerk (MHKW) in der Nordweststadt miteinander verbunden.

 

Voraussetzung war der Bau einer 13,5 Kilometer langen Fernwärmeleitung vom MHKW über die Universitätsgelände Westend und Bockenheim zu den Heizkraftwerken Messe, West und Niederrad.

 

Lücke geschlossen

Bisher bestanden drei nahezu voneinander unabhängige Fernwärmenetze rund um die jeweiligen Kraftwerke.

 

„Ihre Verbindung ermöglicht einen flexiblen Einsatz der Erzeugungsanlagen“, heißt es in einer Mainova-Mitteilung.

 

„Die stärkere Nutzung der CO2-neutralen Wärme aus dem Müllheizkraftwerk in der Nordweststadt sowie die Außerbetriebnahme veralteter dezentraler Erzeugungsanlagen im Zuge des Fernwärmeausbaus sparen in Frankfurt jährlich 100.000 Tonnen Kohlendioxid ein.“

 

„Der heute in Betrieb gegangene Fernwärme-Verbund stellt eine große Investition in die Zukunft der Stadt und der Mainova dar und ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz in unserer Heimatstadt“, so Mainova-Chef Constantin Alsheimer.

 

„Damit haben wir die Infrastruktur für eine hocheffiziente, zuverlässige und umweltschonende Energieversorgung unserer Heimatstadt nachhaltig aufgestellt.“

 

Neben dem Netzausbau waren für das neue Wärmeversorgungssystem umfangreiche Modernisierungen der Heizkraftwerke nötig.

 

Millionen investiert

 

Seit 2009 investierte Mainova dafür nach eigenen Angaben insgesamt rund 150 Millionen Euro.

 

Dabei entfallen rund 60 Millionen Euro auf den Ausbau der Fernwärme, rund 90 Millionen Euro flossen in den Kraftwerksumbau.

 

In Energiespektrum 5/17 erschien ein Interview mit Constantin Alsheimer über die langfristige Strategie der Mainova. www.energiespektrum.de/174069