Harte Standortfaktoren mischen sich heute zunehmend mit weichen
Standortfaktoren; während Unternehmen Wert legen auf gute
Verkehrsanbindung, Platz für eine bauliche Maßnahme, um sich unter
Umständen zu vergrößern, und einen Pool gut ausgebildeter Fach- und
Führungskräfte, achten junge Menschen darauf, ob sie nach der
Ausbildung viele potenzielle Arbeitgeber an einem Ort haben, auf
die Höhe der Lebenshaltungskosten, ob es
Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Freizeit- und Kulturangebote für
jeden Geschmack gibt. Kommunen sollten dem mehr Beachtung schenken.
Letztlich gehören zu einer stimmigen Standortpolitik harte und
weiche Faktoren. Das gilt vor allem für Großstädte wie München oder
Stuttgart, die sich schwertun im deutschlandweiten
Standortmarketing gegen Berlin, Hamburg und neuerdings Leipzig.
»Wie kann ich mit Daten Geld verdienen? Diese Frage muss sich heute
jeder stellen, allen voran Unternehmen«, sagt der Trendbeobachter
Mathias Haas. »Sonst sind sie in zehn Jahren nicht mehr da. Diese
Entwicklung kann man nicht ignorieren.«