Dieselskandal und die Folgen

Fahrzeuge mit Dieselantrieb verlieren die Gunst der Verbraucher. Das Kaufinteresse sinkt im Vergleich zum Vorjahr von 21 auf 17 Prozent, ergab eine Umfrage. Alternative Antriebe können von dieser Entwicklung aber bislang nicht profitieren.

15. Dezember 2017

„Die Kaufabsicht für Elektrofahrzeuge inklusive Hybridantriebe ist ebenfalls leicht rückläufig und sinkt um 2 Prozent auf 21 Prozent“, heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Energieagentur (Dena), die die Umfrage in Auftrag gab.

 

Demnach legen Benziner um 3 Prozent zu und stoßen mit 52 Prozent auf das höchste Kaufinteresse.

 

„Das sind die Ergebnisse einer Umfrage unter potenziellen Neuwagenkäufern“, so die Dena.

 

Immerhin 10 Prozent der Befragten wollen beim nächsten Kauf ein reines Elektrofahrzeug erwerben.

 

Die Kaufabsicht für Elektro-Hybridantriebe liegt bei 11 Prozent, heißt es.

 

Für weitere alternative Antriebe wie Wasserstoff, Erdgas und Flüssiggas würden sich demnach insgesamt 5 Prozent der Befragten entscheiden.

 

Vorbehalte der Verbraucher bei alternativen Antrieben

 

„Als Gründe gegen den Kauf alternativer Antriebe nennen die Befragten unter anderem die unzureichende Infrastruktur (89 Prozent), den zu hohen Kaufpreis (87 Prozent) und die zu wenig ausgereifte Technologie

(78 Prozent).“

 

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich laut Dena diese Bedenken verstärkt. Dass der zu hoch empfundene Kaufpreis eine entscheidende Rolle spielt, zeigte eine Dena-Umfrage von August 2017.

 

Demnach würden sich 23 Prozent für ein Elektrofahrzeug entscheiden, wäre der Preis für alle Fahrzeugantriebe gleich - die Kaufabsicht würde sich also mehr als verdoppeln.

 

Mehr als die Hälfte der potenziellen Neuwagenkäufer (55 Prozent) gibt an, nicht genug über alternative Antriebe zu wissen, 13 Prozent weniger als 2016.

 

Informationsangebot für Käufer: das Pkw-Label

 

„Das Pkw-Label hilft, sich beim Autokauf zu orientieren. Es zeigt auf einen Blick, zu welcher Energieeffizienzklasse ein Neuwagen gehört, wie viel Kraftstoff er verbraucht und welche Kosten für Energie und Kfz-Steuer anfallen“, so die Agentur.

 

Sie empfiehlt Verbrauchern deshalb, beim Autokauf auf das Pkw-Label zu achten.

 

Weitere Informationen unter www.pkw-label.de