EEX startet Initiative für Kohle-Relaunch

Die European Energy Exchange (EEX) startet im Mai eine Initiative zur Belebung ihres Kohlemarktes und setzt dabei den Fokus auf die Trade Registration, das heißt die Registrierung von außerbörslichen Geschäften zum Clearing.

06. Mai 2014

Die Leipziger Energiebörse hat eigenen Angaben zufolge mehrere namhafte Broker gewinnen können, die das Trade Registration-Angebot unterstützen. Ab dem 21. Mai 2014 werden GFI Securities Limited, Spectron Energy Services Ltd., Tradition Dubai Limited und Tullett Prebon (Europe) die Kohleprodukte der EEX auf ihren Plattformen anbieten. Für die Registrierung dieser Geschäfte an der EEX zum Clearing über die European Commodity Clearing (ECC) gilt ab diesem Tag bis zum Jahresende 2014 eine Gebührenbefreiung.

»Der Kohlemarkt ist ein sehr interessanter Markt und ein wesentlicher Bestandteil des Energiehandels. Wir arbeiten nun mit Hochdruck daran, diesen an der EEX zu etablieren«, so Peter Reitz, Chief Executive Officer der EEX. »Wir sehen ein steigendes Interesse an unseren Trade Registration-Services, auch vor dem Hintergrund der EMIR-Verordnung. Außerbörslich gehandelte Produkte, die an der EEX zum Clearing registriert werden, werden nicht für die Berechnung der EMIR-Clearingschwelle für OTC Warenderivatekontrakte berücksichtigt. Zudem können unsere Teilnehmer durch die zusätzliche Registrierung von Kohlegeschäften zum Clearing von Verrechnungs- und Cross-Margining-Effekten profitieren und so Kosten senken.«

Die EEX und die ECC ermöglichen das Straight-Through-Processing (STP) durch die Trayport und EFETnet eXRP-Lösungen. Termingeschäfte werden an der EEX gemäß ihrer Regeln und Vorschriften registriert und anschließend durch die ECC gecleart. Zudem bietet die EEX die neue Kategorie ›Non Trading Broker‹ an. Diese ermöglicht es Brokern, im Auftrag von Handelsteilnehmern Geschäfte innerhalb des Börsensystems abzuschließen, ohne eigene Positionen zu öffnen und zu halten. Da Non Trading Broker keine Clearing-Mitgliedschaft benötigen, reduzieren sich deren Kosten und Risiken deutlich, so die EEX.