Einigkeit über Energie-Gewinn-Standard ab 2020

Konzept aus Rheinland-Pfalz überzeugt.

08. Juli 2008

Die Umweltminister von Bund und Ländern haben nach eigenen Verlautbarungen einem Konzept aus Rheinland-Pfalz zugestimmt, das die stufenweise Anhebung der Mindestenergiestandards bei Gebäuden fordert und Neubauten bis zum Jahr 2020 möglichst weitgehend unabhängig von fossilen Energien wie Öl und Gas machen will. »Zwischen 50 und 80 Prozent der Energie wird, je nach Gebäudetyp für Wärme benötigt. Planer, Investoren sowie die Hersteller von Produkten und Technologien müssen wissen, welche Standards in fünf oder zehn Jahren gelten«, stellt die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad und Vorsitzende der Umweltministerkonferenz (UMK) fest. Die stufenweise Anhebung von Standards fördere Innovation und bedeute Planungssicherheit für alle gebäudebezogenen Dienstleister und Produzenten und vermeide Fehlinvestitionen. Der Energie-Gewinn-Standard im Neubau würde es ab 2020 ermöglichen, langfristig 40 % des gesamten deutschen Endenergieverbrauchs, der bisher vor allem auf fossilen Energieträgern basiert, durch Energieeinsparung sowie die Nutzung erneuerbarer Energien zu ersetzen, so Conrad. Die von der Bundesregierung geplante systematische Verbesserung der Gebäudeenergiestandards bis 2020 sei hierzu der notwendige Schritt.