Erste Pilot-Abrufe aus dem Verteilnetz
In Baden-Württemberg sind erstmals Anlagen aus dem Verteilnetz zur Netzstabilisierung genutzt worden. Erste Pilot-Abrufe erfolgten im Netzsicherheits-Projekt DA/RE.
In Baden-Württemberg sind erstmals Anlagen aus dem Verteilnetz zur Netzstabilisierung genutzt worden. Erste Pilot-Abrufe erfolgten im Netzsicherheits-Projekt DA/RE.
Die Netzsicherheits-Initiative für Baden-Württemberg geht damit in die zweite Projektphase, so Entelios in einer Mitteilung. Zuvor hatten die Projektbeteiligten erstmals Redispatch-Kapazitäten abgerufen, heißt es.
Abgerufen wurden Batterie-Heimspeicher, mehrere Biogas-Anlagen sowie ein Abfall- und ein Heizkraftwerk. „Die Abrufe von Anlagen aus dem Verteilnetz stellen für uns einen wesentlichen Meilenstein dar, da sie zeigen, dass das Konzept praktikabel ist und wir nun erste Erfahrungen hinsichtlich der Praxistauglichkeit gewinnen können,“ erklärt Projektleiter Florian Gutekunst von Transnet BW.
„Besonders freut uns, dass wir diese Tests mit Anlagen sowohl in der Mittelspannung als auch in der Niederspannung durchführen konnten“, ergänzt Dr. Kilian Geschermann, Projektleiter Netze BW. „So wurde deutlich, dass es zunehmend darum geht, alle Flexibilitäten auf allen Spannungsebenen nutzbar zu machen“.
So ist jetzt die zweite Phase der Pilotphase eingeläutet. Jetzt werden weitere Abrufe bei den Anlagen durchgeführt und verschiedene Anwendungsfälle getestet. In der folgenden dritten Phase sollen die Abrufe automatisiert erfolgen und die entsprechenden Datenwege dafür implementiert werden.
In Phase 1 von April bis Juni 2019 haben die vier Einsatzverantwortlichen (MVV Trading, Next Kraftwerke, Sonnen, Entelios), die drei Verteilnetzbetreiber (Netze BW, MVV Netze, Stadtwerke Schwäbisch Hall) und der Übertragungsnetzbetreiber Transnet BW die Art und Weise des Datenaustauschs sowie den Koordinationsprozess definiert und ausgearbeitet.