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Lückenlos kommunizieren

Schlüsselfertige Prozesslösungen zur Umsetzung der MaKo 2020-Vorgaben. Ein Gastbeitrag von Guido Kleier, cronos Unternehmensberatung.

27. September 2019
Lückenlos kommunizieren
(Bild: Cronos Unternehmensberatung)

Nicht alle Prozesse der ab 1. Dezember 2019 im Rahmen des Zielmodells gesetzlich vorgeschriebenen Marktkommunikation werden vollumfänglich vom SAP-Standard abgedeckt. Aus diesem Grund hat die cronos Unternehmensberatung für jede betroffene Marktrolle passgenaue Lösungspakete geschnürt. Diese setzen auf den für Ende September geplanten SAP-Auslieferungen auf und garantieren nahtlose Abläufe entlang der Vorgaben.

Auf Energieversorgungsunternehmen (EVU) kommen im Zuge von MaKo 2020 grundlegende Änderungen zu. Entsprechende informationstechnische Unterstützung ist seitens SAP für September angekündigt.

Im intensiven Austausch mit den Walldorfer Experten wurde jedoch schon deutlich, dass das Software-Update den Anwendern keine hundertprozentige Abbildung der erforderlichen Prozesse bieten kann. Die gemeinsam identifizierten Lücken betreffen dabei die folgenden Aspekte:

  • Übermittlung Berechnungsformel
  • Änderung Bilanzierungsverfahren inkl. Gerätekonfiguration
  • Information Ersteinbau iMS und mME sowie Scheitermeldung
  • Beginn/Ende der Datenaggregation durch Übertragungsnetzbetreiber
  • Lieferschein und REMADV-Prozess inkl. COMDIS
  • Reklamation von Messwerten
  • Initialzuordnung MSB (neu)

Damit SAP-Anwender dennoch souverän und pünktlich in die neue Welt der Marktkommunikation starten können, liefert cronos für die weißen Flecken auf der Prozesslandkarte spezifisch für jede Marktrolle zugeschnittene Add-Ons – entweder als Einzellösung für bestimmte Prozesse oder als beliebig kombinierbares Komplettpaket, wobei interne Synergieeffekte natürlich berücksichtigt werden. Die Umsetzungsbausteine basieren auf der engen Abstimmung mit SAP sowie der umfangreichen Expertise der cronos-Experten im IDEX- und Marktkommunikationsumfeld.

Um auf Seiten der Energieversorgungsunternehmen effiziente Bearbeitungsabläufe sicherzustellen, wurden Prozesse ganzheitlich betrachtet – die einzelnen Bausteine fügen sich daher nahtlos in die jeweiligen Szenarien ein.

Entsprechende Vorbereitungen laufen derzeit auf Hochtouren, damit die erforderlichen Austauschprozesse direkt nach der Auslieferung der SAP innerhalb kürzester Zeit auf ein sicheres Fundament gestellt werden können und pünktlich zum Stichtag ihre Wirkung entfalten. Schließlich bleiben ab dem von SAP angekündigten Bereitstellungstag der Software-Komponenten bis zur verpflichtenden Umsetzung gesetzeskonformer Prozesse nur 43 Werktage. In diesem Zusammenhang setzt cronos klare Prioritäten.

Denn nicht alle neuen Abläufe müssen zum Stichtag 1. Dezember informationstechnisch realisiert sein. So ist beispielsweise der gesetzlich vorgeschriebene Austausch der Berechnungsformel in Richtung Lieferant erst zum 1. Oktober 2020 terminiert. Welche Aktivitäten tatsächlich bis Dezember erfolgen müssen, verdeutlicht Abbildung 1 (siehe S.21 im Magazin cronos info 51.).

Prozesscluster mit der Kennzeichnung „Prio a“ sollten zwingend bis 1. Dezember zum Laufen gebracht werden. Bei allen anderen kann die Umsetzung – die u.a. vom geplanten Smart-Meter-Rollout abhängig ist – auch später vorgesehen werden. Durch die Priorisierung ist sichergestellt, dass sich die Implementierung der jeweiligen Prozessbausteine an ihrer Dringlichkeit ausrichtet und die sowieso schon knappen Personalressourcen auf EVU-Seite sinnvoll zum Einsatz kommen.

Kaufen ist günstiger als selber machen

Das Add-On-Konzept der cronos Unternehmensberatung ist seit jeher auf maximale Entlastung der Energieversorgungsunternehmen ausgelegt. Mittlerweile existieren über 40 solcher Templates für unterschiedlichste Anwendungsgebiete auf Kundenseite, die sich im Praxiseinsatz in den vergangenen Jahren klar bewährt haben. Damit Versorger im aktuellen Fall in den Genuss schlüsselfertiger Prozesse kommen, gelten folgende Voraussetzungen: Für eine rechtzeitige Umsetzung ist die pünktliche Auslieferung aller notwendigen Formate inklusive zugehöriger Datenbereitstellungsklassen seitens SAP maßgeblich.

Darüber hinaus muss beim Anwender bereits die Common-Layer-Technologie verfügbar sein. Je stärker sich die vorliegenden Bestandsprozesse dabei am SAP-Standard ausrichten, desto reibungsloser und schneller kann die Umsetzung der MaKo 2020 erfolgen. Einfluss nehmen im Zuge dessen auch die zu berücksichtigenden Eigenentwicklungen im Tagesgeschäft des Versorgers. Kundenindividuelle Anpassungsanforderungen können das Projekt verzögern. Damit einhergehende Aufwände werden nach entsprechender Analyse zudem separat kalkuliert und im Z-Namensraum umgesetzt.

Im Fokus steht dabei die jeweilige Marktrolle, wobei im Fall von Querverbundsunternehmen beim Standard-Paket davon ausgegangen wird, dass die Prozesse von Verteilnetzbetreiber und Messstellenbetreiber in einem Mandanten abgebildet sind.

Abweichungen davon sind kein KO-Kriterium, nehmen jedoch Einfluss auf die Dauer und Kosten der Umstellung. In der Regel fahren EVU mit der externen Beauftragung aber auch im Fall solch zusätzlicher Adaptionen deutlich günstiger. Der ansonsten erforderliche Personaleinsatz in den eigenen Reihen sollte keinesfalls unterschätzt werden.

Startklar in wenigen Wochen

Damit die Umstellung effektiv erfolgen kann, ist natürlich auch im Rahmen des Add-On-Konzepts ein gemeinsames Agieren unverzichtbar. Nur so können individuelle Problemstellung aufgespürt und gelöst werden. Der Zeitaufwand auf Kundenseite wird jedoch auf ein Minimum begrenzt. So steht beispielsweise am Anfang der Umsetzungsphase ein Workshop mit allen betroffenen Fachabteilungen. Dieser dient dazu, die vorkonfigurierte Lösung vorzustellen und eventuell nötige Anpassungen zu erörtern. Sind die Spezifika herausgearbeitet, wird rechtzeitig zur Tat geschritten.

Wenn die erforderlichen Transporte bereitstehen und Prozesse initial ausgeprägt wurden, ist innerhalb weniger Wochen die Übergabe auf Kundenseite möglich. Hierfür werden die Abläufe zunächst gemeinsam getestet. Nach Freigabe des Fachbereichs erfolgt die Produktivsetzung.

Blick hinter die Kulissen

Wie ein solches Template arbeitet, soll am Beispiel des Prozessclusters „Übermittlung Berechnungsformel“ dargestellt werden. (Siehe den Abschnitt Blick hinter die Kulissen auf S.20 im Magazin cronos info 51.)

Guido Kleier, cronos Unternehmensberatung