Die erneute deutliche Unterzeichnung einer Ausschreibung für die Windenergie an Land sei ein Alarmläuten in Richtung Bundesregierung, so der BWE.

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„Seit Oktober 2019 liegt eine Aufgabenliste des Bundeswirtschaftsministeriums auf dem Tisch. Trotzdem erleben wir einen beachtlichen Stillstand“, kritisierte Hermann Albers, BWE-Präsident.

151 MW statt 300 MW

Nach BWE-Angaben habe die Bundesnetzagentur hat mitgeteilt, dass in der letzten Ausschreibungsrunde (Gebotstermin: 1. März 2020) von ausgeschriebenen 300 MW lediglich 151 MW (davon 56 MW im Netzausbaugebiet) bezuschlagt wurden.

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Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert betrug demnach 6,07 ct/kWh.

„Die Corona-Krise darf nicht über den politischen Stillstand, mit dem sich die Branche seit langem herumschlägt und die industrie-, beschäftigungs- und klimapolitisch immer tiefer in die Sackgasse führt, hinwegtäuschen“, so der Verband.

Durch den Abbau administrativer Hemmnisse ließen sich laut BWE in der Windbranche schnell wichtige Investitionen mobilisieren, die Wertschöpfung vor Ort sichern, Wertschöpfungsnetzwerke in Deutschland und Europa stabilisieren und den geordneter Umbau unserer Energieversorgung gewährleisten.

Auch die produzierende Industrie warte dringend auf ein klares Signal, für einen Wiederanstieg des Zubaus im unerlässlichen deutschen Markt, heißt es.

Administrative Unterstützung

„Unsere Branche braucht für einen neuen Aufbruch kein Geld, sondern lediglich administrative Unterstützung. Es ist zunehmend unverständlich, dass hier nicht endlich gehandelt wird. Jede neu installierte Windenergieanlage sichert Arbeit und Beschäftigung in dieser schwierigen Zeit. Die Politik muss jetzt aktiv werden“, so Hermann Albers.