Energieversorgung

Willkommen in der Cloud

Neues Geschäftsmodell für die Versorgungswirtschaft: Cloud&Heat öffnet der Energiebranche den Rechenzentrums- und Cloud-Markt.

22. November 2019
CLoud server and computing, data storage and processing. Internet and technology concept.
(Bild: Funtap – stock.adobe.com)

Cloud&Heat Technologies bietet der Versorgungswirtschaft ein neues Geschäftsmodell und eröffnet den Unternehmen dadurch den Weg in die digitale Zukunft, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Mit dem Konzept „Power to Data – Data to Heat“ liefert das Green-IT-Unternehmen die Technologie und das Know-how, um der Energiebranche den Rechenzentrums- und Cloud-Markt zu erschließen sowie eine neue Möglichkeit, CO2-neutrale Wärme zu produzieren und die Stromnetze zu stabilisieren.

Der Cloud-Markt wächst – der Energiebedarf auch

Durch die zunehmende Digitalisierung wächst der Bedarf an dezentraler und sicherer Rechenkapazität unaufhaltsam. So hat sich beispielsweise das Speicherungsvolumen für Big Data seit 2016 von 51 auf 124 Exabyte mehr als verdoppelt.

Parallel stieg der weltweite Umsatz durch Cloud Computing seit 2010 um den Faktor Drei auf 182,4 Milliarden US-Dollar in 2018 an – Tendenz steigend. Perspektivisch zählt der Cloud-Markt daher zu den lukrativsten Branchen überhaupt.

Dadurch wächst auch der Energiebedarf der dafür nötigen IT-Infrastrukturen erheblich: Schätzungen zufolge werden Rechenzentren im Jahr 2030 über 2.000 Terawattstunden (TWh) Strom weltweit beziehen, rund 400 Prozent des derzeitigen Bedarfs.

Für die Versorgungsunternehmen ist dieser Trend eine Chance, selbst in den Markt einzusteigen und dabei dreifach zu profitieren: Durch die Erschließung des Geschäftsfeldes Datacenter-as-a-Service, einer neuen Möglichkeit, CO2-neutrale Wärme zu erzeugen sowie einem weiteren Instrument zur Stabilisierung der Stromnetze.

Digitaltransformation möglich machen

Cloud&Heat hat die Komplettlösung parat – von der Hardware über die sichere Cloud-Plattform bis hin zu umfangreichen Beratungs- und Serviceleistungen, so das Unternehmen. Für die Realisierung werden bereits bestehende Infrastrukturen von Versorgungsunternehmen modernisiert und erweitert.

Dazu werden wassergekühlte Rechenzentren an mehreren Standorten installiert und in vorhandene Energienetze integriert. Neben der Deckung des eigenen IT-Bedarfs erschließen die Utility-Unternehmen das Geschäftsmodell Data-Center-as-a-Service als neue Einnahmequelle: Die verfügbare Rechenkapazität lässt sich an Millionen von bestehenden und neuen Energiekunden verkaufen, bei denen bereits ein hohes Maß an Vertrauen herrscht.

Alternativ bietet sich die Option, ungenutzten Kapazitäten an andere Cloud-Dienstleister weiterzuverkaufen. Gerade mit Blick auf die Pläne für eine europäische Cloud (Gaia-X), die anhaltende Debatte zur Datensouveränität und den Bedarf an Alternativen aus Europa bietet ein sicheres Cloud-Angebot perspektivisch immense Wertschöpfungspotenziale für die Versorgungswirtschaft.

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