Wärme

Auslaufmodell: Wärmeerzeugung mit Öl

Der Anteil an Öl-Heizungen ist in Baden-Württemberg überdurchschnittlich hoch. Das ergab eine Studie.

08. November 2019
Auslaufmodell: Wärmeerzeugung mit Öl
(Bild: industrieblick – stock.adobe.com)

Im Vergleich zum Bundestrend gibt es im Südwesten überdurchschnittlich viele Öl-Zentralheizungen. Von den 5,1 Millionen Wohnungen im Ländle wird rund ein Drittel so beheizt. Im Bundesschnitt liegt der Anteil bei nur 25 Prozent.

Das ergab nach Angaben des Verbands für Energie- und Wasserwirtschaft Baden-Württemberg (VfEW ) eine Studie des BDEW.

Erdgas

Der Anteil der Erdgas-Zentralheizungen liegt laut der repräsentativen Studie in Baden-Württemberg bei 30,1 Prozent, hinzu kommen 7 Prozent Erdgas-Einzelheizungen.

Das bedeutet: Mit 37,1 Prozent wird in den meisten Wohnungen eine auf Erdgas basierende Heiztechnik genutzt. Bundesweit sind es 45,5 Prozent.

Fernwärme kommt in 8,1 Prozent (bundesweit 13,9 Prozent), eine Elektro-Wärmepumpe in 1,8 Prozent (bundesweit 2,2 Prozent) der Wohnungen zum Einsatz.

„Die Studie zeigt, dass in Baden-Württemberg umweltschonende Heiztechnologien bisher weniger verbreitet sind als im Bundesschnitt“, sagt Torsten Höck vom VfEW. Hier gebe es nach seinen Worten ein großes Potenzial, dass dringend ausgeschöpft werden sollte, wenn man das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands bis 2050 erreichen wolle.

„Die Energieversorger im Südwesten investieren daher unter anderem in den weiteren Ausbau der Fern- und Nahwärmeversorgung und gehen dabei auch neue Wege um CO2-arme Wärmelösungen zu entwickeln, wie das Beispiel der gerade entstehenden Solarthermieanlage in Ludwigsburg beweist“, so der Verband.

Gebäudeenergiegesetz

Mit der jüngst vom Bundeskabinett beschlossenen Novelle des Gebäudeenergiegesetzes soll der Einbau neuer Ölheizungen ab 2026 nur in Einzelfällen erlaubt sein.