Effizienz bei Dauer-Brennern

Industrie – Als Großkundenspezialist bietet Bayerngas Energy physische Energielieferungen, energiewirtschaftliche Dienstleistungen und Wissenstransfer. Das Energieeffizienznetzwerk 4E fügt sich in diese Lösungswelt ein.

28. November 2019
Blaue Gasflamme

Jährlich 4,8 Prozent weniger CO2-Emissionen sowie ein Zubau der erneuerbaren Energien um mindestens 2.000 MWh pro Jahr: Dazu haben sich die Mitglieder des Energieeffizienz-Netzwerks 4E verpflichtet, das voriges Jahr in München ins Leben gerufen wurde. Der Zusammenschluss besteht aus den Projektträgern Baywa r.e. und Bayerngas Energy sowie 17 Unternehmen, meist aus der energieintensiven Industrie. Die Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft (FfE) ist für das Monitoring über bereits umgesetzte Maßnahmen zuständig.

Bundesweite Initiative

Das Netzwerk ist Teil der von Bundesregierung und Wirtschaftsverbänden getragenen Initiative Energieeffizienz-Netzwerke. Bundesweit, so die Idee, sollen die regionalen Netzwerke den regelmäßigen Meinungs- und Erfahrungsaustausch in Industrie und Gewerbe fördern; Experten aus Energiewirtschaft und Wissenschaft unterstützen die Firmen bei der Planung und Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen. So steigt mittel- und langfristig deutschlandweit die Energieeffizienz und der CO2-Ausstoß sinkt.

»Gute Erfahrungen gemacht«

Soweit die Theorie. Funktioniert es auch in der Praxis? »Wir haben gute Erfahrungen mit den lernenden Netzwerken gemacht. Der Austausch funktioniert und führt zu den gewünschten Effekten, sprich einer verbesserten Energieeffizienz«, sagt Dietmar Jelinek von Bayerngas Energy. Er betreut das Netzwerk und deren Unternehmen seitens Bayerngas.

Wir haben gute Erfahrungen mit den Netzwerken gemacht. Der Austausch funktioniert.

— Dietmar Jelinek Bayerngas Energy

Nicht zuletzt haben die Mitglieder der Netzwerke ein hohes Eigeninteresse. Sie sparen Geld, wenn sich die Energieeffizienz verbessert. Einige 4E-Mitglieder kennen sich bereits seit Jahren. Bayerngas hatte Anfang 2013 eine Energieeffizienzkooperation mit sechs namhaften Industrieunternehmen nach dem Vorbild der Lernenden Energieeffizienz-Netzwerke initiiert. Das über drei Jahre angelegte Netzwerk realisierte CO2-Einsparungen in Höhe von 73.000 Tonnen pro Jahr, was einem vermiedenen Energieverbrauch von 18.000 Haushalten entspricht.

Checkliste

- Initiative Energieeffizienz-Netzwerke

- Die Teilnahme bietet Unternehmen unter anderem diese Vorteile:

- Energiekosten dauerhaft senken

- Energie-Transparenz herstellen

- Unternehmerisches Engagement im Thema Energieeffizienz sichtbar machen

- Energie-Know-how im eigenen Haus ausbauen

- Nutzen eines kostengünstigen Netzwerk-Rahmens

- Anstoß für die Nutzung von Förderprogrammen

- Erster Schritt zu einem EMS (Quelle: Dena)

Nachdem alle Teilnehmer des Netzwerks den Wunsch einer Weiterführung in Verbindung mit einer Ausweitung der Teilnehmer geäußert hatten, kam auf Vermittlung der FfE die Verbindung zur Baywa r.e. zustande, die ihrerseits Projektpartner für ein 4E-Netzwerk suchte. Als Resultat betreiben 17 engagierte Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen das 4E-Netzwerk nunmehr im zweiten Jahr. »Neben seiner Aufgabe als Netzwerkträger bringt Bayerngas Energy wiederum langjährige Erfahrungen und Expertisen bei der Umsetzung von Prozessoptimierungen sowie bei der Anwendung der Kraft-Wärme-Kopplung ein«, so das Unternehmen. Beispiele von geplanten Maßnahmen in diesem Bereich sind die Wärmerückgewinnung an einer Trocknungslinie in der grobkeramischen Industrie, die Optimierung der Speisewasservorwärmung an einer Dampfkesselanlage oder der Einsatz eines Wärmetransformators zur Nutzung von Niedrigenergieströmen. Daneben möchte Bayerngas nach Unternehmsangaben die künftige Rolle von Erdgas in einer zunehmend regenerativen Energiewelt durch die Forcierung intelligenter Anwendungstechnik, insbesondere in der Industrie, als idealen Partner der Regenerativen stärken.

Der Netzwerkname 4E steht für »Erneuerbare Energien und Energieeffizienz« und bietet die gesamte Themen-Bandbreite von Energieeinsparungen über effizienten Erdgaseinsatz bis hin zur Installation erneuerbarer Energielösungen für den Eigenverbrauch.

Zukunft

»Blicken wir zehn Jahre voraus, dann sehen wir einen wettbewerbsfähigen Industriestandort Deutschland, der durch Innovationsfreude und -fähigkeit der Unternehmen gesichert wurde«, sagt Bayerngas-Chef Thomas Rupprich. Die Gaswirtschaft habe durch Versorgungssicherheit, wettbewerbsfähige Preise und die Begleitung der Kunden beim Heben von Energie-Effizienzpotenzialen dazu ihren Beitrag geleistet, so Rupprich. »An der Zukunftsfähigkeit arbeiten Industrieunternehmen und Gaswirtschaft weiter zusammen und in die Gasinfrastruktur werden vermehrt regenerativ erzeugte Gase eingespeist.«

Infrastruktur mit Speicher

Die Gasinfrastruktur sei dank ihrer Speicherfunktion von unschätzbarem Wert. »Die Vernetzung der Bayerngas Energy mit ihren Kunden ist in zehn Jahren enger als je zuvor. Die besten Energielösungen werden gemeinsam gefunden. Wir sind der enge Begleiter«, sagt Thomas Rupprich. hd

Erschienen in Ausgabe: 07/2019
Seite: 28 bis 29