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Angewandte Energiewende: CO2-Ausstoß sinkt

Die Energiewirtschaft hat nach BDEW-Berechnungen ihre CO2-Emissionen seit Jahresbeginn um 40 Mio. Tonnen gegenüber dem Vorjahreszeitraum reduziert. „Damit wird sie das 40 Prozent-Minderungsziel für 2020 bereits in diesem Jahr erreichen“, so der Verband.

05. November 2019
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(Bild: peshkova – stock.adobe.com)

„Ein solcher Rückgang der CO2-Emissionen ist beispiellos. Keine andere Branche hat es bisher geschafft, den CO2-Ausstoß so drastisch zu reduzieren. Die Anstrengungen der Energiebranche zeigen ihre Wirkung. Das ist ein großer Erfolg für den Klimaschutz und stellt die Umbaugeschwindigkeit der Branche erneut unter Beweis“, so Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Bis Ende des Jahres könnte die Energiewirtschaft sogar eine Minderung von bis zu 43 Prozent gegenüber 1990 schaffen, heißt es.

Das entspräche laut BDEW einer Reduktion von rund 48 Millionen Tonnen CO2 im Jahr 2019. „Zum Vergleich: Im Verkehrssektor ist der CO2-Ausstoß in den letzten 30 Jahren um nicht einmal 1 Prozent gesunken“, so der Verband.

Erneuerbare und Kohleausstieg

Die außergewöhnlich starke Emissionsminderung des Energiesektors in den ersten drei Quartalen 2019 wurde den Angaben zufolge unter anderem durch Faktoren wie den hohen Erneuerbaren-Anteil von 43 Prozent, den deutlichen Anstieg des CO2-Preises auf rund 25 Euro pro Tonne und die marktliche Stilllegung von 1,4 Gigawatt Steinkohlekraftwerken ermöglicht.

65-Prozent-Ziel

Angesichts des stockenden Zubaus vor allem bei Windanlagen an Land bleiben die weiteren Reduktionsverpflichtungen der Energiewirtschaft bis 2030 jedoch herausfordernd und ambitioniert, heißt es.

„Wir brauchen dringend die Unterstützung der Politik, damit der eingeschlagene Erfolgspfad nicht abreißt: Sie muss dafür sorgen, dass der Ausbau von Windanlagen an Land nicht zum Erliegen kommt, sondern wieder Fahrt aufnimmt. Andernfalls wird das 65-Prozent-Ziel zur Fata Morgana. Zudem müssen die Beschlüsse der Kohlekommission endlich in Gesetzesform gegossen werden. Nur so kann der geordnete Rückzug aus der Kohleverstromung unter Gewährleistung der Versorgungssicherheit erfolgen“, so Kapferer.