Eine Antwort bitte: Detlef Neuhaus, Solarwatt

PV und E-Auto in der intelligenten Stadt: Gelingt so die Verkehrswende?

23. Juli 2019
SOLARWATT präsentiert den MyReserve in Dresden - Ben Gierig - Fotografie
Geschäftsführender Gesellschafter Solarwatt (Bild: Ben Gierig Fotografie)

Der Photovoltaik wird in der Zukunft eine Schlüsselrolle zukommen – nicht nur in Bezug auf die Elektromobilität, sondern auch für alle anderen Sektoren. Solaranlagen werden in Zukunft immer mehr den Strom erzeugen, der beispielsweise für den Antrieb von E-Fahrzeugen oder für die Warmwasserwärmepumpe benötigt wird.

Das Fraunhofer Institut ISE bezeichnet die Photovoltaik in einer aktuellen Studie gar als ›Game Changer im globalen Energiesystem‹ – mit besonderer Bedeutung für Verkehr und Transport sowie andere Sektoren. Dieser Einschätzung kann ich mich nur anschließen.

Wir dürfen allerdings nicht den Fehler machen, die Verkehrswende als isoliertes Phänomen zu betrachten, denn es geht meiner Meinung nach nur Hand in Hand: Der globale Kampf gegen den Klimawandel wird nur dann erfolgreich sein, wenn wir die Energiewende, die Verkehrswende und die Wärmewende gemeinsam denken. Es müssen daher sektorenübergreifende, effiziente Systeme geschaffen werden, die die CO2-Emissionen wirksam reduzieren. Dies muss sich für den Kunden auch bemerkbar machen.

Genau an diesen Lösungen arbeitet die deutsche Solarbranche schon erfolgreich. Unser Energy-Manager, den wir gemeinsam mit Kiwigrid entwickelt haben, steuert als intelligente Schaltzentrale die Energieflüsse in einem Privathaus oder einer Gewerbeeinheit. Ein Großteil der per Photovoltaik-Anlage erzeugten Energie wird so im eigenen Haushalt beziehungsweise im eigenen Betrieb verwendet und nicht eingespeist – was die Familien- oder Firmenkasse genauso entlastet wie das Stromnetz. Die Elektromobilität ist dabei Teil des dezentralen Energiesystems.

Mit Blick auf die aktuelle Kostendiskussion bei diesem Thema ist die Möglichkeit, das E-Fahrzeug mit kostenlosem Solarstrom zu betanken, eine wichtige Alternative. Denn auf diese Weise sind E-Autos noch umweltfreundlicher, kostengünstiger und sogar netzentlastend unterwegs.

Erschienen in Ausgabe: 04/2019
Seite: 16