Klimaschutz

Kommunale Energieversorger fordern Green-Gas-Quote

Mehr als 60 kommunale Unternehmen fordern die schnelle Markteinführung erneuerbarer Gase. Die Unternehmen setzen sich für eine Quote des Energieträgers ein.

16. Juli 2019
Gaszähler in Nahaufnahme
(Bild: pixelnest – stock.adobe.com)

63 kommunale und regionale Energieversorgungsunternehmen aus der Thüga-Gruppe schlagen konkrete Maßnahmen vor, um mit erneuerbarem Gas eine klimafreundliche Wärme- und Verkehrswende umzusetzen. Kern des Maßnahmenkatalogs ist die Einführung eines verpflichtenden Anteils an erneuerbaren Gasen.

Green-Gas-Quote

Die Quote sieht für Sektoren, deren CO2-Emissionen nicht über den Emissionshandel ausgeglichen werden, einen Anteil erneuerbarer Gase von 25 Prozent bis zum Jahr 2030 vor.

Darüber hinaus fordern die Unternehmen einen Preis für CO2-Emissionen in den Sektoren, die nicht unter den Emissionshandel fallen. Dabei soll sich die Höhe des CO2-Preises am EU-Emissionshandel orientieren. Damit würden alle Sektoren beim Ausstoß von CO2 gleichbehandelt, heißt es.

„Mit den von uns vorgeschlagenen Maßnahmen lassen sich die Treibhausgasemissionen insbesondere im Gebäude- und Verkehrsbereich effektiv und effizient senken. Damit könnte Deutschland die drohenden Ausgleichszahlungen beim Verfehlen der CO2-Minderungsziele vermeiden“, sagt Michael Riechel, Vorsitzender des Vorstandes der Thüga Aktiengesellschaft in einer Mitteilung.

Power to X und H2

Neben einem einheitlichen CO2-Preis und einer verpflichtenden Quote schlagen die Branchenvertreter vor, den Anteil von Wasserstoff in der Gasinfrastruktur zu steigern und Power-to-X-Anlagen weiter auszubauen. „Mit Power-to-X können wir die Sektorenkopplung unterstützen, die CO2-Emissionen senken und das Stromnetz entlasten“, so die Thüga.

Das Marktanreizprogramm der Power-to-X-Allianz sieht das Unternehmen dabei als einen wichtigen Meilenstein. Ein Ausbau der Power-to-X-Kapazitäten auf fünf Gigawatt über einen Zeitraum von fünf Jahren sei notwendig, heißt es.

Debatte um CO2-Steuer

Vorige Woche hatten Sachverständige in Berlin ein Gutachten zur CO2-Bepreisung an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben. Hier die Details zum Nachlesen.